Google Ads Kosten: Womit du realistisch rechnen solltest

Google Ads kostet genau so viel, wie du festlegst. Interessanter ist, wie viel Budget du brauchst, damit sich die Werbung rechnet. Dieser Artikel zeigt den Rechenweg.

Von Adrian LeyAktualisiert am ca. 7 Minuten Lesezeit

Kurz erklärt

Die Kosten bestehen aus dem Werbebudget, das du direkt an Google zahlst, und der Betreuung. Eine Mindestausgabe gibt es bei Google nicht. Sinnvoll wird Google Ads aber erst, wenn das Budget genug Klicks und Conversions bringt, damit du und die Gebotsstrategien daraus lernen können.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Bei Google Ads gibt es zwei, manchmal drei Kostenblöcke:

  • Werbebudget: Das Geld, das an Google geht. Du bezahlst in der Regel pro Klick. Die Höhe legst du als Tagesbudget pro Kampagne fest.
  • Betreuung: Aufbau, Optimierung und Auswertung der Kampagnen, intern oder durch eine Agentur oder einen Freelancer.
  • Einmalige Kosten: Etwa für ein sauberes Conversion-Tracking, Landingpages oder einen Produktfeed für Shopping-Kampagnen.

Was ein Klick kostet

Klickpreise entstehen in einer Auktion, die bei jeder Suche neu stattfindet. Wie viel du zahlst, hängt vor allem von drei Dingen ab: wie viele andere Werbetreibende auf denselben Begriff bieten, wie gut deine Anzeige und Landingpage zur Suche passen und wie viel dir ein Klick wert ist. Dazu kommen Ort, Uhrzeit und Gerät.

Wie groß die Spannweite ist, zeigen echte Daten aus meiner Keyword-Recherche. Die Werte sind durchschnittliche Klickpreise laut Google-Keyword-Daten, abgerufen über DataForSEO im Oktober 2026. DataForSEO liefert die Preise in US-Dollar, ich habe sie mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 5. Oktober 2026 in Euro umgerechnet:

SuchbegriffKlickpreis ÖsterreichKlickpreis Deutschland
werbeagentur wien4,94 €2,37 €
online marketing agentur7,68 €11,34 €
google ads kosten7,98 €8,99 €
google ads agentur22,22 €58,01 €

Die Tabelle zeigt zweierlei: Klickpreise schwanken je nach Markt und Begriff enorm, und in umkämpften Branchen kann ein einzelner Klick so viel kosten wie ein Mittagessen. Deshalb ist die Frage nach „dem“ Google-Ads-Budget ohne Kontext nicht seriös zu beantworten.

Dein Budget vom Ziel rückwärts berechnen

Statt mit einer runden Zahl zu starten, rechne vom Ziel rückwärts. Du brauchst vier Werte, die du kennst oder realistisch schätzt:

  1. Neue Kunden pro Monat, die du über Google Ads gewinnen willst
  2. Abschlussquote: Wie viele Anfragen werden zu Kunden?
  3. Conversion-Rate: Wie viele Besucher der Landingpage fragen an?
  4. Klickpreis für deine wichtigsten Suchbegriffe

Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Du willst 10 neue Kunden pro Monat. Jede vierte Anfrage wird zum Auftrag, du brauchst also 40 Anfragen. Fragen 5 von 100 Besuchern an, sind 800 Klicks nötig. Bei durchschnittlich 3 Euro pro Klick ergibt das ein Werbebudget von rund 2.400 Euro im Monat, also 240 Euro Werbekosten pro Neukunde.

Danach folgt die wichtigste Gegenrechnung: Was ist ein Kunde für dich wert? Bringt ein Auftrag im Schnitt 2.000 Euro Deckungsbeitrag, sind 240 Euro Werbekosten ein gutes Geschäft. Bei 150 Euro Deckungsbeitrag nicht.

Die drei größten Hebel für bezahlbare Google Ads sind Conversion-Rate, Abschlussquote und die Auswahl der Suchbegriffe. Das Budget kommt erst danach.

Was die Betreuung kostet

Für die Betreuung gibt es im Markt drei gängige Modelle:

  • Monatspauschale: Ein fester Betrag für einen definierten Umfang. Gut planbar, der Umfang sollte aber klar beschrieben sein.
  • Prozent vom Werbebudget: Einfach, setzt aber den Anreiz, das Budget zu erhöhen, statt es effizienter einzusetzen.
  • Nach Aufwand: Fair bei schwankendem Bedarf, aber schwerer planbar.

Wichtiger als das Modell ist, was enthalten ist: Wird das Conversion-Tracking geprüft? Werden Suchbegriffe regelmäßig ausgeschlossen? Bekommst du Zugriff auf alle Daten? Eine günstige Betreuung, die nur Kampagnen „laufen lässt“, ist am Ende oft die teuerste.

Typische Kostenfallen

  • Fehlendes oder falsches Conversion-Tracking. Gebotsstrategien optimieren auf das, was gemessen wird. Ist das falsch, wird viel Geld zielsicher in die falsche Richtung gelenkt.
  • Zu breite Suchbegriffe ohne Ausschlüsse. Wer „Google Ads“ bewirbt, will nicht für „Google Ads Login“ bezahlen.
  • Unpassende Standort-Einstellung. Die Option, auch Personen zu erreichen, die sich nur für eine Region interessieren, liefert bei lokalen Angeboten oft Klicks von weit weg.
  • Performance Max ohne Kontrolle. Ohne Markenausschluss und gute Daten fließt Budget leicht in Suchanfragen, die du ohnehin gewonnen hättest.
  • Eine Landingpage, die nicht konvertiert. Jeder Klick auf eine schwache Seite ist bezahlter Absprung. Mehr dazu unter Conversion-Optimierung.

Häufige Fragen zu Google Ads Kosten

Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget?

Nein, Google schreibt kein Mindestbudget vor. Mit sehr kleinen Budgets fehlen aber meist die Daten, um Kampagnen sinnvoll zu bewerten und zu optimieren.

Zahle ich für Impressionen oder für Klicks?

Bei Suchkampagnen zahlst du in der Regel nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Bei manchen anderen Kampagnentypen, etwa für Videos, gibt es auch Abrechnung pro Ansicht oder pro tausend Impressionen.

Wie viel sollte ein KMU mindestens einplanen?

So viel, dass innerhalb von ein bis zwei Monaten genügend Klicks und Anfragen zusammenkommen, um Entscheidungen zu treffen. Wie hoch das ist, ergibt die Rückwärtsrechnung oben mit deinen Klickpreisen und Quoten.

Quellen

  1. Klickpreise: Google-Keyword-Daten, abgerufen über DataForSEO, Oktober 2026.
  2. Umrechnung in Euro: Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 05.10.2026, 1 Euro = 1,1204 US-Dollar.

Adrian Ley ist Gründer der Ley Consulting GmbH in Wien und betreut Google-Ads-Kampagnen mit sauberem Conversion-Tracking für Unternehmen in Österreich und Deutschland.

Mehr zur Google-Ads-Betreuung · Über Adrian Ley · LinkedIn

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